Threema

Die neuen AGB von facebook zum Jahresanfang

Wieder ändert Facebook seine AGB zu Ungunsten der Nutzer. Wer dem nicht zustimmen möchte, muss das Netzwerk verlassen. Doch wer macht das schon?

Was gibt es Neues bei Facebook?

Standortdaten. Facebook wertet nun ganz offiziell die Standortdaten der Nutzer aus und möchte diese mit Werbeanzeigen verbinden. Wer also einen Standort teilt, bekommt prompt Werbeanzeigen von Geschäften oder Angeboten in der Nähe sowie Freunde im Umkreis angezeigt.

Neben dem „Gefällt mir“ Button sollen nun auch besuchte Webseiten und genutzte Apps ausgewertet werden. Eigentlich nix wirklich Neues, da wir es schon alle kennen.

Was gibt es Neues bei WhatsApp?

Wie schon etwas länger bekannt ist, bietet nun auch WhatsApp eine End-zu-End-Verschlüsselung. Bisher nur für Android. Verschlüsselt werden aber nur die normalen Chats, nicht die Gruppen-Chats, Fotos und Videos. Auch wenn die Texte nun nicht mehr einsehbar sind, erkennt WhatsApp doch weiterhin, wer mit wem schreibt, da die Profile nach wie vor nur mit einer Handynummer nutzbar sind. Handynummern werden aus dem Telefonbuch ausgelesen und alle dazugehörigen Informationen gleich mit.

Was kann man also tun?

  1. Über externe Plattformen wie About Ads und Your Online Choices einen Widerspruchscookie setzen. Das bremst Facebook etwas aus.
  2. Die Datenweitergabe im Facebook-Profil sehr genau lesen und auf ein Minimum einstellen.
  3. Eine dritte Möglichkeit ist, , externen Apps in den Facebook-Einstellungen möglichst wenig Zugriff zu gewähren. Zudem sollte der Zugriff von Apps auf die GPS-Daten verweigert werden.
  4. Einen alternativen Messenger nutzen. Threema oder Telegram z.B.

Mir ist es ein Rätsel, wieso sich so wenige Menschen in meiner Umgebung mit Datenschutz beschäftigen. Es wäre ein Leichtes, einen zweiten Messenger auf dem Smartphone zu nutzen um zu sehen, ob nicht auch eine Alternative möglich wäre.

Die über 700 Millionen Nutzer von WhatsApp und rund 1,35 Mrd. Nutzer von Facebook sollten sich doch endlich Mal hinsetzen und darüber nachdenken, was genau sie da tun. Das wahllose Posten von Bildern z.B. der Kinder, persönlicher Aktivitäten oder Videos kann doch nicht so unbedacht geschehen. Kaum ein Nutzer hat sich wirklich mit den AGBs oder gar der Technik, die hinter WhatsApp und Facebook steckt, beschäftigt.

Der Zusammenschluss von Facebook und WhatsApp hat die ersten Nutzer, wie auch mich, wachgerüttelt.

Pure Ignoranz und Gleichgültigkeit spielen Facebook und Co. nicht nur Daten sondern jede Menge Geld in die Hände.

Kaum noch ein Nutzer erinnert sich an die Zeit ohne WhatsApp und Facebook. Man müsste auch nicht verzichten, wenn man sich nach Alternativen umsehen würde.

Was also muss passieren, bis sich die Nutzer Ihrer digitalen Identitäten bewusst werden?

So, wie sich ein Trend in der gesunden Ernährung und dem steigenden Angebot an Bio-Produkten erkennen lässt, so könnte eines Tages auch ein Umschwenken in der Nutzung der Kommunikationsmittel stattfinden.

Nur über die Aufklärung der Nutzer kann man ein Nachdenken bewirken. Lasst Euch beraten und überlegt,was für und was gegen einen Wechsel, z.B. zu Threema spricht.

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threema.ch

Pro:

  1. Threema und Co. sind nicht nur sicherer, sondern meistens kostenlos oder preiswerter.
  2. Threema wertet die Daten nicht für eigene Werbung aus, sondern löscht jegliche Daten vom Server.
  3. Threema bietet einen Schutz, der es anderen Instanzen fast unmöglich macht, an irgendwelche Daten zu kommen.
  4. Threema erfreut sich wachsender Beliebtheit und entwickelt sind ständig weiter.

Kontra:

  1. Wenn überhaupt, kann man nur die im Vergleich zu WhatsApp geringeren Nutzerzahlen nennen. Dies liegt aber letztlich wieder an der Genügsamkeit der Nutzer, die einen Wechsel, der nicht einmal 5 Minuten dauert, wie eine unüberwindbare Mauer sehen.

Facebook hat sich in meinen Augen mehr und mehr zum Kommunikationsmittel entwickelt. Die kommerzielle Nutzung ist gestiegen, aber geschrieben wird letztendlich wieder über die Apps. Wieso dann also nicht einfach Threema oder Co nutzen?