Bienensterben – ein Thema, das immer häufiger diskutiert und dessen Brisanz mittlerweile unumstritten sein dürfte. Um einen Einstieg in die Thematik zu erhalten, eignet sich z.B. der Film „More than honey“ aus dem Jahr 2012 von Markus Imhoof, der sich mit dem Bienensterben weltweit beschäftigt und erschreckende Tatsachen offenbart. Vor allem die Bilder zur künstlichen Bestäubung in China sind mir als Gipfel der Absurdität im Gedächtnis geblieben.

Wie so oft stellt sich die Frage, welchen Beitrag man selbst leisten kann, um den derzeitigen Zustand zu verbessern. Ich habe bislang folgende Möglichkeiten entdeckt:

  • Beim Einkauf greife ich auf Honig aus ökologischer Bienenhaltung zurück. Ich habe das Glück, einen Bioland-Imker „um die Ecke“ zu haben.  Die Gründe, die für Honig aus ökologischer Bienenhaltung liegen wohl auf der Hand, artgerechte Haltung und kein Einsatz von Chemie sind nur zwei davon.
  • Ein Insektenhotel im eigenen Garten, unter anderem für Wildbienen: Nicht schwer zu basteln – habe ich mir sagen lassen, denn zugegebenermaßen habe ich es basteln lassen, von Leuten, die nicht nur viele der Materialien zur Hand hatten, sondern selbst auch schon ein großes Insektenhotel gebaut haben. Wer nicht basteln möchte, kann auch ein fertiges Hotel kaufen.
  • BeeGood: Eine Bienenpatenschaft übernehmen oder verschenken. Aktion von Mellifera.
  • Bienenschmaus: Durch Monokulturen und die Reduktion der Biodiversität durch Herbizide haben Bienen selbst auf dem Land oft zu wenig Nahrung. Wer ein Eckchen Garten oder einen Kübel auf dem Balkon übrig hat, kann mit der Aussaat einer Sommerblumenmischung (z.B. „Bienenweide“ von Bingenheimer Saatgut) weiterhelfen. In einigen Städten ist übrigens zu beobachten, dass in öffentlichen Bereichen Wildblumen statt Rasen gesät werden. Nicht nur ein Bienen- sondern auch ein Augenschmaus!
  • Initiativen und Ideen zur Rettung der Bienen: Über Twitter (Wir-retten-Bienen) bin ich auf die Bienensauna  aufmerksam geworden, einer Möglichkeit zur natürlichen Bekämpfung der Varroamilbe, die als Hauptverursacher des massenhaften Bienensterbens gilt, durch Hyperthermie. Über Crowdfunding soll die Produktion einer ersten Kleinserie finanziert werden.
  • Für Fortgeschrittene: Bienen selber halten. Hier habe ich keine Erfahrungswerte, habe aber im Bekanntenkreis beobachtet, wie Menschen zu begeisterten Bienenhalterinnen und Bienenhaltern werden (siehe Fotos). Die Bienenkiste (http://www.bienenkiste.de/) informiert, gibt Anleitungen und Seminare zum Thema Bienenhaltung.

Es gibt natürlich zahlreiche weitere interessante Ideen und Projekte zum Thema Bienen. Kürzlich entdeckt z.B.: Die Bienenforscher mit der Livecam im Bienenstock.

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